Der Behälter ist der einfache Teil. Den bekommen Sie beim Hersteller.
Der aufwendige Teil ist alles darum herum: Baugrube, Auftriebssicherung, Bettung, lagenweise
Verfüllung, Zulauf mit Gefälle, Domschacht auf Höhe und eine Zufahrt, über die das Saugfahrzeug
auch tatsächlich hinkommt. Genau das bauen wir.
Wenn kein öffentlicher Kanal erreichbar ist und eine Kleinkläranlage nicht genehmigt wird —
etwa im Wasserschutzgebiet oder bei ungeeignetem Untergrund — bleibt die abflusslose
Sammelgrube. Das gesamte häusliche Abwasser wird gesammelt und regelmäßig abgefahren.
Was zulässig ist, steht in Ihrem Bescheid und in der Satzung der Gemeinde; danach richten wir
uns, und nicht nach dem, was gerade praktisch wäre.
Gefälle wird an jedem Abzweig einzeln geprüft — nicht nur am Anfang und am Ende.
Die fünf Punkte, an denen es schiefgeht
Auftrieb nicht gesichert. Der leere Behälter schwimmt im Grund- oder
Stauwasser auf und reißt die Leitungen ab. Betonplatte, Verankerung oder Ummantelung —
je nach Bauart und Wasserstand.
Falsche Bettung. Steine oder Bauschutt in der Sohle erzeugen Punktlasten.
Der Behälter bekommt Risse, und zwar erst nach der Abnahme.
Zu wenig oder zu viel Gefälle im Zulauf. Zu wenig, und es setzt sich ab.
Zu viel, und das Wasser läuft dem Feststoff davon — mit demselben Ergebnis.
Domschacht auf falscher Höhe. Steht er zu hoch, stolpert man darüber und
der Rasenmäher auch. Steht er zu tief, läuft Oberflächenwasser hinein.
Keine Zufahrt für das Saugfahrzeug. Ein Tank, den der Entsorger nicht
erreicht, ist ein teures Loch. Schlauchlänge und Aufstellfläche gehören in die Planung.
Was wir übernehmen
Leitungsauskunft vor jedem Baggereinsatz, Baugrube mit standsicherer Böschung oder Verbau,
tragfähige Sohle, Einbau und Ausrichtung des Behälters, Auftriebssicherung nach Herstellervorgabe,
Zulauf mit geprüftem Gefälle, Entlüftung, Domschacht auf Geländehöhe, lagenweise Verfüllung mit
Verdichtung und anschließend die Wiederherstellung der Fläche.
Weil wir Garten- und Landschaftsbau machen, endet die Arbeit nicht an der Grubenkante:
Rasen, Weg oder Terrasse über der Grube stellen wir wieder her — ohne zweite Firma.
Anschluss in der Baugrube. Der Pflasterweg daneben wird nach dem Verfüllen wiederhergestellt.
Ein Einbau ohne Maschine — Schritt für Schritt
Der häufigste Grund, aus dem ein Angebot für einen Behälter platzt, ist nicht der Preis,
sondern die Zufahrt. Kein Bagger kommt hinters Haus, also heißt es „geht nicht“. Bei
diesem Grundstück ging es trotzdem — die komplette Grube wurde von Hand ausgehoben.
Wir zeigen den Ablauf, weil er die Frage beantwortet, die uns am Telefon am meisten gestellt
wird.
1 — Die LageZwischen Mauer, Gebäude und Hochbeet bleibt keine Breite für ein Kettenfahrzeug.
Wo kein Bagger steht, entscheidet allein, wie sauber der Aushub geführt wird.
2 — Aushub mit dem SpatenSohle waagerecht, Wände standsicher, Sandbett verdichtet. Die Zulaufleitung wird
gleich mitgeführt — nachträglich in eine fertige Grube zu graben, kostet doppelt.
3 — Boden raus, Schubkarre für SchubkarreDer komplette Aushub geht über die Karre zum Anhänger. Genau diese Stunden werden
im Angebot getrennt ausgewiesen — sie sind der Unterschied zwischen Handarbeit und
Maschineneinsatz und dürfen keine Überraschung im Nachtrag sein.
4 — Behälter setzenFlachtank im Sandbett, Domschacht auf Geländehöhe eingestellt, lagenweise verfüllt.
Die Höhe des Deckels entscheidet später darüber, ob man ihn überhaupt bemerkt.
5 — Fertig und angeschlossenDeckel bündig in der Wegedecke, Fläche wiederhergestellt, Zufahrt für das
Saugfahrzeug frei. Was man sieht, ist ein Deckel — und das ist das Ziel.
Was Sie daraus mitnehmen: Fragen Sie bei jedem Angebot,
ob der Aushub maschinell oder von Hand kalkuliert ist. Das ist der Posten, der sich zwischen
zwei Angeboten am stärksten unterscheidet — und der, der am häufigsten hinterher als Nachtrag
kommt. Bei uns steht er von Anfang an drin.
Ablauf
Ortstermin, kostenlos. Anschlusspunkt am Haus, Lage des Behälters,
Zufahrt für Bagger und Saugfahrzeug, Grundwasserstand nach Aktenlage.
Festpreis. Erdarbeiten, Einbau, Auftriebssicherung, Anschluss und
Wiederherstellung getrennt ausgewiesen.
Leitungsauskunft. Vor jedem Bagger, ausnahmslos.
Ausführung. In der Regel wenige Tage, abhängig von Tiefe und Zugänglichkeit.
Häufige Fragen
Wie groß muss der Abwassertank sein?
Die Größe richtet sich nach der Zahl der Bewohner und dem Entleerungsrhythmus, den die zuständige Behörde oder der Entsorger vorgibt. Für einen Vier-Personen-Haushalt sind Behälter zwischen 6.000 und 10.000 Litern üblich. Verbindlich ist immer die Auflage in Ihrem Bescheid — wir richten den Einbau danach aus und raten nicht ins Blaue.
Was ist eine abflusslose Sammelgrube?
Ein dichter Behälter ohne jeden Ablauf. Das gesamte Abwasser bleibt darin und wird abgefahren. Sie wird dort eingesetzt, wo kein Kanalanschluss möglich ist und eine Kleinkläranlage nicht zugelassen wird — häufig in Wasserschutzgebieten. Der Behälter muss dauerhaft dicht sein, das ist der ganze Kern der Sache.
Warum braucht der Tank eine Auftriebssicherung?
Ein leerer Kunststoffbehälter im Grundwasser oder in Stauwasser schwimmt auf wie ein Boot. Er drückt sich nach oben, reißt die Anschlussleitungen ab und ist danach unbrauchbar. Deshalb wird je nach Bauart mit Betonplatte, Verankerung oder Betonummantelung gesichert. Wer diesen Posten im Angebot nicht findet, sollte nachfragen.
Wie tief liegt der Zulauf?
Der Zulauf muss unter der Frostgrenze und mit ausreichendem Gefälle vom Haus zum Behälter liegen. Üblich sind 1 bis 2 Prozent Gefälle bei Grundleitungen. Die tatsächliche Tiefe ergibt sich aus dem Anschlusspunkt am Gebäude und der Entfernung — das messen wir vor Ort ein, bevor der Bagger anrückt.
Kann der Tank befahren werden?
Nur wenn er dafür zugelassen ist. Es gibt Behälter für Grünflächen und Behälter mit befahrbarer Ausführung samt passender Abdeckung. Wird ein Behälter für Grünflächen unter einer Zufahrt eingebaut, geht er über kurz oder lang kaputt. Wo der Tank später liegt, entscheidet also mit über das Produkt.
Übernehmt ihr auch die Erdarbeiten allein?
Ja. Viele Bauherren kaufen den Behälter direkt beim Hersteller und brauchen jemanden für Baugrube, Einbau, Auftriebssicherung, Verfüllung und Anschluss. Genau das ist unsere Leistung — mit eigener Technik und ohne Subunternehmer dazwischen.
Die Angaben auf dieser Seite sind allgemeine Erläuterungen. Verbindlich sind
der Bescheid der zuständigen Behörde, die Satzung Ihrer Gemeinde und die Einbauanleitung des
Behälterherstellers.
Aufmaß und Beratung sind kostenlos. Sie bekommen einen Festpreis, an den wir uns halten.
Lassen Sie uns Ihre Nummer da — wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.
Werktags zwischen 07:00 und 17:00 Uhr
meist noch am selben Tag. Was abends, am Wochenende oder feiertags hereinkommt,
beantworten wir am nächsten Werktag — wenn es brennt, rufen Sie besser an.