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Radonabdichtung am Keller in Potsdam, Berlin und Brandenburg

Radon ist ein radioaktives Gas, das im Boden entsteht und durch Undichtigkeiten ins Haus zieht — bevorzugt in den Keller. Man riecht es nicht und sieht es nicht. Aufhalten lässt es sich dort, wo es ankommt: an der Außenwand und unter dem Gebäude. Und der günstigste Zeitpunkt dafür ist der, an dem der Graben ohnehin offen ist.

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Zuerst das, was uns die Werbung sparen würde

Berlin und Brandenburg haben keine Radonvorsorgegebiete. Ausgewiesen haben solche Gebiete sechs Bundesländer — Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Für Wohnhäuser in unserem Arbeitsgebiet gibt es keine Messpflicht und keine Abdichtungspflicht.

Wer Ihnen etwas anderes erzählt, verkauft Ihnen Angst. Wir schreiben es deshalb an den Anfang und nicht ins Kleingedruckte.

Was trotzdem gilt: Der Referenzwert von 300 Becquerel je Kubikmeter Raumluft aus dem Strahlenschutzgesetz gilt bundesweit — für Aufenthaltsräume und für Arbeitsplätze. Und er gilt dem einzelnen Gebäude. Radon steigt aus dem Boden unter genau diesem Haus auf und nutzt genau die Fugen, die genau dieses Haus hat. Ein unauffälliger Landesdurchschnitt ist kein Messwert für Ihren Keller.

Warum man es überhaupt ernst nimmt: Das Bundesamt für Strahlenschutz zählt das Einatmen von Radon neben dem Rauchen zu den größten Risiken, an Lungenkrebs zu erkranken. Rund fünf Prozent der tödlichen Lungenkrebsfälle in Deutschland gehen danach auf Radon zurück — im Mittel etwa 1.900 Todesfälle im Jahr.

Messen kommt vor Abdichten

Es gibt keinen Fleck an der Wand, an dem man Radon erkennt. Der einzige Weg ist eine Messung mit Exposimetern: kleine Dosen, die man in den betroffenen Räumen aufstellt und nach Monaten an ein Labor schickt. Üblich ist eine Langzeitmessung über die Heizperiode, weil die Werte bei geschlossenen Fenstern am höchsten sind.

Diese Messung führen wir nicht durch — sie ist Laborsache und kostet keine große Summe. Wir sind der Betrieb für das, was danach kommt. Und wir raten offen davon ab, eine Abdichtung gegen Radon zu beauftragen, ohne einen Messwert zu haben. Ohne Ausgangswert lässt sich hinterher auch nicht sagen, ob sie etwas gebracht hat.

Offener Arbeitsgraben an der Hauswand mit freigelegtem Klinkersockel, daneben der Gartenweg
Dieser Zustand ist der Grund für die ganze Seite: Solange der Graben offen ist, kostet die gasdichte Ausführung wenig. Danach kostet sie den Graben.

Was im offenen Graben zusätzlich passiert

Eine Außenabdichtung wird gegen Wasser gebaut. Gegen Bodenluft zählt dieselbe Fläche, aber eine andere Sorgfalt an den Übergängen. Diese vier Punkte sind der Unterschied:

  1. Durchlaufende, gasdichte Abdichtungsebene. Stöße überlappend verklebt statt nur überdeckt, der Anschluss zwischen Fundament und Wand geschlossen. Eine Bahn, die Wasser abhält, lässt Gas trotzdem durch, wenn die Naht nur aufliegt.
  2. Jede Durchführung einzeln. Hausanschlüsse, Grundleitung, Leerrohre, Kabel: Jede Stelle, an der etwas durch die Wand geht, wird einzeln dauerelastisch angeschlossen. Das sind die Wege, die Bodenluft tatsächlich nimmt.
  3. Kapillarbrechende Kiesschicht. Gewaschener Kies am Sockel und in der Grabensohle nimmt der Bodenluft den Weg an der Wand nach oben und führt sie zur Drainage ab. Dieselbe Schicht, die gegen Wasser gebaut wird, arbeitet hier mit.
  4. Leerrohr für später. Ein Rohr aus dem Kiesbett heraus, verschlossen und dokumentiert. Reicht die Abdichtung nach der Nachmessung nicht, lässt sich daran eine Absaugung anschließen, ohne dass noch einmal gebaggert wird.
KG-Rohr im gewaschenen Filterkies am Sockel, daneben schwarze Leerrohre im selben Graben
Filterkies am Sockel und Leerrohre im selben Graben — beides ist ohnehin nötig und trägt bei Radon mit.

Was wir nicht machen — und warum wir das hinschreiben

Radon kommt nicht in erster Linie durch die Kellerwand. Der Hauptweg führt von unten durch die Bodenplatte: durch Risse, Arbeitsfugen, den Randfugenbereich und Leitungsdurchführungen im Kellerboden. Was dort zu tun ist — Fugen schließen, Bodenplatte ertüchtigen, im Zweifel eine Absaugung — liegt im Haus und ist Sache des Innenausbaus.

Wir machen den Teil, der von außen erreichbar ist, und wir machen ihn im Zuge der Kellerabdichtung. Ob es gereicht hat, sagt die Messung nach dem Winter. Eine Zusicherung, unter den Referenzwert zu kommen, gibt Ihnen niemand seriös vorher — dafür hängt zu viel am Gebäude, das man von außen nicht sieht.

Wann sich der Aufwand rechnet

Wann sich der Aufwand rechnet — und wann er warten kann.
Ihre LageUnsere Empfehlung
Kein Messwert, kein Bauvorhaben Erst messen. Eine Langzeitmessung über den Winter kostet wenig und beantwortet die Frage.
Kein Messwert, aber die Wand wird ohnehin freigelegt Gasdicht ausführen und Leerrohr legen. Der Mehraufwand im offenen Graben ist klein, das Nachrüsten später ist es nicht.
Messwert über 300 Bq/m³, Keller feucht Beides in einem Zug: Abdichtung gegen Wasser und Bodenluft, Drainage, Kiesschicht, Leerrohr.
Messwert über 300 Bq/m³, Keller trocken Zuerst die günstigen Schritte im Haus — lüften, Fugen und Durchführungen im Keller schließen. Erdarbeiten sind der zweite Schritt, nicht der erste.

Wie ein Auftrag abläuft

  1. Ortstermin, kostenlos. Wir sehen uns Sockel, Zugänglichkeit und Durchführungen an und fragen nach dem Messwert, wenn es einen gibt.
  2. Festpreis. Erdbau, Abdichtung, Kiesschicht, Leerrohr und Wiederherstellung getrennt ausgewiesen. Was auf Radon entfällt, steht als eigene Position da — Sie sollen sehen, wie klein oder groß dieser Anteil wirklich ist.
  3. Leitungsauskunft. Vor jedem Bagger, ausnahmslos.
  4. Ausführung. Freilegen, Untergrund vorbereiten, abdichten, Anschlüsse einzeln herstellen, Standzeit abwarten, Kies und Drainage einbauen, lagenweise verfüllen.
  5. Nachmessung. Im Winter nach der Baustelle, mit demselben Verfahren wie vorher. Nur so ist der Vergleich etwas wert.

Das gehört zusammen

Radonabdichtung ist kein eigener Auftrag, sondern eine Ausführungsart. Sie steht und fällt mit dem, was ohnehin am Keller passiert:

Häufige Fragen

Ist Radon in Potsdam und Berlin überhaupt ein Thema?

Nicht als Regel, aber im Einzelfall. Das Bundesamt für Strahlenschutz führt Berlin und Brandenburg unter den Ländern ohne Radonvorsorgegebiete — ausgewiesen haben solche Gebiete nur Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Eine Messpflicht für Wohnhäuser gibt es hier also nicht. Der Referenzwert von 300 Becquerel je Kubikmeter gilt trotzdem bundesweit, und er gilt dem einzelnen Gebäude: Radon kommt aus dem Boden unter genau diesem Haus und findet genau die Undichtigkeiten, die genau dieses Haus hat. Ein niedriger Landesdurchschnitt sagt über Ihren Keller nichts.

Woher weiß ich, ob mein Haus betroffen ist?

Nur durch Messen. Radon ist geruchlos, farblos und nicht zu schmecken; es gibt kein Schadensbild an der Wand, an dem man es erkennen könnte. Gemessen wird mit Exposimetern, die man aufstellt und nach Monaten an ein Labor zurückschickt — üblich ist eine Langzeitmessung über die Heizperiode, weil die Werte im Winter am höchsten liegen. Diese Messung machen wir nicht, sie kostet auch keine große Summe. Wir sind der Betrieb für den Fall, dass etwas dabei herauskommt.

Was genau macht ihr an der Abdichtung anders?

Die Außenabdichtung wird ohnehin gegen Wasser gebaut. Für Radon zählt zusätzlich, dass sie gasdicht durchläuft: Stöße überlappend und verklebt statt nur überdeckt, jede Rohr- und Kabeldurchführung einzeln mit dauerelastischem Anschluss, kein offener Übergang zwischen Fundament und Wand. Dazu die kapillarbrechende Kiesschicht, die Bodenluft nach unten und zur Seite abführt, statt sie an der Wand hochsteigen zu lassen. Und ein Leerrohr, das im selben Graben mitgeht.

Wozu das Leerrohr?

Reicht die Abdichtung nach der Nachmessung nicht aus, ist der nächste Schritt eine Absaugung unter oder neben dem Gebäude — ein sogenannter Radonbrunnen, der die Bodenluft abzieht, bevor sie ins Haus kommt. Liegt dafür schon ein Leerrohr, ist das eine überschaubare Nachrüstung. Liegt keines, muss der Graben ein zweites Mal geöffnet werden. Das Rohr kostet beim ersten Mal fast nichts und spart im zweiten Fall den halben Auftrag.

Reicht die Abdichtung von außen aus?

Nicht zwangsläufig, und wir behaupten es auch nicht. Radon kommt nicht nur durch die Kellerwand, sondern vor allem von unten durch die Bodenplatte, durch Risse, Fugen und Leitungsdurchführungen im Kellerboden. Was von außen erreichbar ist, dichten wir ab; was im Haus liegt, ist Sache des Innenausbaus. Ob es gereicht hat, entscheidet die Messung danach — nicht das Angebot davor.

Lohnt sich das ohne Messwert vorsorglich?

Als eigener Auftrag: eher nicht. Wenn die Kellerwand aber ohnehin freigelegt wird — weil abgedichtet, gedämmt oder eine Drainage gebaut wird — dann ja. Der Aufwand, der bei Radon anfällt, sind gasdichte Anschlüsse und ein Leerrohr, und der ist im offenen Graben klein. Später ist derselbe Schritt eine komplette Baustelle. Deshalb steht diese Seite bei uns neben der Kellerabdichtung und nicht für sich allein.

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Aufmaß und Beratung sind kostenlos. Danach bekommen Sie einen Festpreis, an den wir uns halten.

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Rechts- und Gesundheitsangaben nach Strahlenschutzgesetz und Bundesamt für Strahlenschutz, Stand August 2026. Die Angaben auf dieser Seite sind allgemeine Erläuterungen und ersetzen weder eine Messung noch eine Begutachtung im Einzelfall. Wir sind ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb und führen die Bauleistung aus; Messung und Bewertung gehören in andere Hände.

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