Was in einem Angebot steht — und was es bedeutet
In einem Angebot von uns stehen Wörter wie Planum, Frostschutzschicht oder Homogenbereich. Wer sie nicht kennt, kann zwei Angebote nicht vergleichen und entscheidet nach der Endsumme. Genau das ist der Grund, warum billige Angebote gewinnen und teure Nachträge folgen.
Deshalb stehen hier die Begriffe, die bei uns wirklich vorkommen — erklärt in der Reihenfolge erst die Sache, dann warum sie Geld kostet. Wenn Ihnen ein Wort aus einem fremden Angebot fehlt: rufen Sie an, wir erklären es Ihnen, auch wenn Sie woanders bauen.
- Anwuchsgarantie
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Die Zusage, ausgefallene Pflanzen im ersten Jahr kostenlos zu ersetzen — bei uns zwölf Monate, wenn wir liefern und pflanzen. Sie setzt voraus, dass die vereinbarte Bewässerung eingehalten wurde. Das ist keine Hintertür: Der häufigste Grund für Ausfälle im ersten Standjahr ist zu wenig Wasser, nicht schlechte Ware.
- Aufmaß
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Das Messen der tatsächlich ausgeführten Mengen vor Ort. Bei uns ist das Aufmaß vor dem Auftrag kostenlos und die Grundlage des Festpreises. Nach der Ausführung wird gemessen, was wirklich gebaut wurde — bei Einheitspreisen entscheidet das Aufmaß über die Schlussrechnung, nicht die Schätzung im Angebot.
- Ballenwareauch: mB, mit Ballen
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Ein Gehölz, das mit einem Erdballen um die Wurzeln geliefert wird, oft in ein Drahtgeflecht gebunden. Ballenware wächst zuverlässiger an als wurzelnackte Ware und darf auch außerhalb der Pflanzzeit gesetzt werden. Sie ist schwerer — ein Solitär mit Ballen braucht Maschine oder Kran, und genau das steht dann im Angebot.
- Baustelleneinrichtungauch: BE
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Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle: Gerät und Werkzeug hinbringen, vorhalten, wieder abholen, dazu An- und Abfahrt von Personal und Maschinen. Fällt einmal je Auftrag an, unabhängig von der Menge — und ist der Grund, warum sich drei kleine Einzelaufträge nicht lohnen, ein zusammenhängender aber schon.
- Einheitspreisauch: EP
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Der Preis für eine Einheit einer Leistung — ein Quadratmeter Pflaster, ein laufender Meter Randstein, ein Kubikmeter Aushub. Ein Angebot mit Einheitspreisen lässt sich mit einem anderen vergleichen; eine Pauschalsumme ohne Positionen nicht. Deshalb schreiben wir jede Position einzeln aus.
- Frostschutzschichtauch: Frostschutz, FSS
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Eine Lage aus Kiessand oder Schotter zwischen Planum und Belag, die Wasser abführt und nicht aufquillt, wenn es gefriert. Sie ist der Grund, warum eine Fläche den Winter übersteht, ohne sich zu heben. Auf einem Foto sieht man sie nie — im Angebot ist sie einer der größeren Posten.
- Gewachsener Boden
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Boden, der seit jeher an dieser Stelle liegt und nie bewegt wurde. Er trägt. Aufgefüllter Boden — etwa Bauschutt nach einem Neubau — trägt nicht und muss ausgetauscht werden. Was auf Ihrem Grundstück liegt, sieht man erst, wenn der Bagger die erste Schaufel nimmt; deshalb steht in Angeboten die Annahme dabei.
- Homogenbereich
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Seit der Ausgabe 2015 der DIN 18300 werden Böden nicht mehr in Bodenklassen, sondern in Homogenbereiche eingeteilt — Abschnitte mit vergleichbaren Eigenschaften beim Lösen und Laden. Für Sie heißt das: Ein Angebot muss sagen, von welchem Boden es ausgeht, sonst ist der Nachtrag vorprogrammiert.
Mehr dazu: Baugrube ausheben in Potsdam, Berlin und Brandenburg
- Planum
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Die fertig profilierte Oberfläche des gewachsenen Bodens, bevor der Aufbau darauf kommt. Das Planum bekommt schon das Gefälle, das die fertige Fläche später haben soll — meist zwei Prozent vom Haus weg. Wer hier schlampt, sieht die Wellen im fertigen Belag ein Leben lang, und nachbessern heißt: alles wieder aufnehmen.
- Randeinfassungauch: Einfassung, Bordstein
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Die Kante, die den Belag seitlich hält — Bordstein, Palisade oder Betonrückenstütze. Ohne sie wandern die äußeren Steine nach außen, die Fugen öffnen sich und die Fläche löst sich vom Rand her auf. Eine Pflasterfläche ohne Randeinfassung ist keine gesparte Position, sondern ein Mangel.
- Rigole
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Ein unterirdischer Hohlraum aus Kies oder Kunststoffkörpern, der Regenwasser zwischenspeichert und langsam in den Boden abgibt. Sie ersetzt den Kanalanschluss für Regenwasser und wird dort gebaut, wo Versickerung erlaubt und der Boden durchlässig genug ist. Wie groß sie sein muss, hängt an Fläche, Boden und Regenspende.
- Schonzeit
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Vom 1. März bis zum 30. September dürfen Hecken, Gebüsche und Gehölze nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz nicht auf den Stock gesetzt oder beseitigt werden — wegen brütender Vögel. Erlaubt bleiben schonende Form- und Pflegeschnitte. Rodungen und Rückschnitte gehören deshalb in den Winter.
- Solitär
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Eine Pflanze, die über Jahre in der Baumschule mehrfach verpflanzt und geschnitten wurde, damit sie als Einzelstück wirkt. Sie kostet ein Vielfaches einer normalen Pflanze derselben Art — dafür steht sie vom ersten Tag an, statt sich in zehn Jahren dorthin zu entwickeln.
- Stammumfangauch: StU
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Der Umfang des Stammes in einem Meter Höhe, in Zentimetern — das übliche Maß, in dem Bäume gehandelt werden, nicht die Höhe. „16–18" heißt 16 bis 18 cm Umfang. Ab etwa 14–16 braucht der Baum eine Verankerung, sonst arbeitet der Ballen im Wind.
- Tragschicht
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Die Schicht über dem Frostschutz, die die Last verteilt. Bei einer Zufahrt, auf der ein Auto steht, muss sie dicker sein als bei einem Gartenweg. Wenn ein Angebot für eine Zufahrt denselben Aufbau nennt wie für einen Weg, stimmt etwas nicht.
- Verbau
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Die Sicherung der Wände einer Baugrube gegen Nachrutschen, etwa durch Grabenverbaugeräte. Ab 1,25 m Tiefe schreibt die DIN 4124 entweder Böschung oder Verbau vor — das ist keine Vorsichtsmaßnahme, sondern Arbeitsschutz. Wer es weglässt, spart an der falschen Stelle.
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- Verdichtungauch: verdichten, Rüttelplatte
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Jede eingebaute Schicht wird lagenweise mit Rüttelplatte oder Walze verdichtet, sonst sackt sie später unter Last zusammen. „Lagenweise" heißt: nicht einmal am Ende, sondern nach jeder Lage. Das kostet Zeit und ist der Unterschied zwischen einer Fläche, die zehn Jahre eben bleibt, und einer, die nach zwei Wintern Mulden hat.
- Wassergebundene Wegedeckeauch: Wegedecke, Splittdecke
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Ein Belag aus verdichtetem Brechsandgemisch statt aus Steinen — begehbar, wasserdurchlässig und deutlich günstiger als Pflaster. Er braucht eine feste Randeinfassung und einmal im Jahr Pflege, sonst wandert er. Für Gartenwege richtig, für Zufahrten mit Wendeverkehr nicht.
Ein Angebot vergleichen — worauf es ankommt
Drei Fragen entscheiden mehr als die Endsumme:
- Steht der Aufbau drin? Wie dick Frostschutz und Tragschicht sind, gehört in jede Position. Fehlt es, ist unklar, was Sie bekommen.
- Sind es Einheitspreise? Nur damit lassen sich zwei Angebote nebeneinander legen. Eine Pauschalsumme ohne Positionen ist nicht vergleichbar.
- Was steht zur Entsorgung da? Aushub und Abbruch müssen weg, und das kostet nach Gewicht. Ein Angebot ohne diese Position wird im Nachtrag teurer.
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