Baugrube ausheben in Potsdam, Berlin und Brandenburg
Der Aushub ist das erste Gewerk auf Ihrer Baustelle — und das erste, an dem eine Bauzeit kippen kann. Wir heben Baugruben mit eigener Technik und eigenem Team aus, klären Leitungen, Kampfmittel und Entsorgung vorher und übernehmen anderthalb Jahre später auch die Außenanlage.
Kostenloser Ortstermin: 01575 275 36 25 Anfrage schreiben
Vier Dinge, die vor dem ersten Baggerbiss geklärt sein müssen
Nicht der Aushub kostet Bauherren Geld, sondern das, was vorher nicht geprüft wurde. Eine angerissene Leitung, ein Kampfmittelverdacht mitten in der Bauzeit oder eine Deklarationsanalyse, die niemand veranlasst hat: Jeder dieser Punkte hält die Baustelle wochenlang an.
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Leitungsauskunft
Vor jedem Aushub holen wir die Pläne der Netzbetreiber ein. In der Stadt Potsdam läuft das über die Netzgesellschaft Potsdam, in der Fläche über E.DIS und die jeweiligen Versorger; bundesweit gibt es dafür das Portal BIL. Eine eigene Norm, die das vorschreibt, gibt es nicht — die Pflicht folgt aus der Verkehrssicherungspflicht nach § 823 BGB. Der Bundesgerichtshof hat das 2005 ausdrücklich bestätigt: Wer ohne Erkundigung baggert, haftet.
Wo der Plan unklar ist, wird von Hand gesucht, nicht gebaggert.
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Kampfmittelabfrage
Brandenburg ist flächendeckend kampfmittelbelastet. Zuständig ist der Kampfmittelbeseitigungsdienst beim Zentraldienst der Polizei in Zossen. Rechtsgrundlage ist die Kampfmittelverordnung des Landes vom 9. November 2018. In ausgewiesenen Verdachtsgebieten verlangt die Bauaufsicht eine Kampfmittelfreiheitsbescheinigung, bevor überhaupt gebaut werden darf.
Die Räumung selbst ist kostenfrei. Für die Stellungnahme fällt eine Gebühr an.
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Boden einordnen
Die alten Bodenklassen 1 bis 7 gibt es nicht mehr. Seit der Ausgabe 2015 der DIN 18300 wird der Boden in Homogenbereiche eingeteilt und mit den zugehörigen Kennwerten beschrieben. Wer Ihnen heute ein Angebot mit „Bodenklasse 4“ schreibt, arbeitet mit einem Begriff, den die Norm nicht mehr kennt.
Wir schreiben Homogenbereiche aus. Das macht Nachträge nachprüfbar statt verhandelbar.
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Wasser prüfen
Steht das Grundwasser hoch, wird aus dem Aushub ein wasserrechtlicher Vorgang. Grundwasserabsenkung ist nach dem Wasserhaushaltsgesetz grundsätzlich erlaubnispflichtig. Brandenburg hat eine Bagatellgrenze: bis 10 Kubikmeter je Stunde und höchstens 30 Tage bleibt es erlaubnisfrei, muss aber angezeigt werden. Zuständig ist die untere Wasserbehörde.
Das klären wir vor dem Angebot. Eine gestoppte Baustelle kostet mehr als jede Voruntersuchung.
Böschung oder Verbau — die Zahlen aus DIN 4124
Wie steil eine Baugrubenwand stehen darf, ist keine Ermessensfrage. DIN 4124 regelt Böschungen, Verbau und Arbeitsraumbreiten und nennt für Böschungen bis fünf Meter Tiefe feste Regelwinkel:
| Boden | Winkel | Was das in der Praxis heißt |
|---|---|---|
| Nichtbindige oder weich bindige Böden | 45° | Sand, Kies, weicher Lehm — der Regelfall in Brandenburg |
| Mindestens steif bindige Böden | 60° | Fester Lehm und Ton, tragfähig und standfest |
| Fels | 80° | In unserer Region die Ausnahme |
- Bis 1,25 Meter Tiefe darf die Wand senkrecht bleiben. Bei mindestens steif bindigem Boden sind 1,75 Meter möglich, wenn oberhalb von 1,25 Metern mit 45 Grad abgeböscht wird.
- Ein Schutzstreifen von mindestens 60 Zentimetern bleibt am oberen Rand lastfrei. Nichts abstellen, nichts lagern, niemand steht dort.
- Aushub wird außerhalb dieses Streifens gelagert, mit einer Neigung von höchstens 1:2.
- Fahrzeuge halten Abstand: mindestens einen Meter bis 12 Tonnen Gesamtgewicht, mindestens zwei Meter zwischen 12 und 40 Tonnen.
Warum das auf einer Gartenbau-Website steht: Weil diese Zahlen darüber entscheiden, wie viel Fläche die Baugrube tatsächlich frisst. Eine drei Meter tiefe Grube mit 45-Grad-Böschung braucht ringsum drei Meter mehr Platz, als die Kellerwand breit ist. Auf einem 400-Quadratmeter-Grundstück ist das der Unterschied zwischen „geht“ und „geht nicht ohne Verbau“.
Wohin der Aushub geht
Sobald Boden das Grundstück verlässt, ist er rechtlich Abfall. Seit dem 1. August 2023 gilt die Ersatzbaustoffverordnung zusammen mit der neu gefassten Bundes-Bodenschutzverordnung. Vor dem Einbau außerhalb der Baustelle muss Bodenmaterial untersucht werden; die Umlagerung innerhalb derselben Baustelle ist davon ausgenommen.
- Getrennt abtragen. Oberboden ist ein Wertstoff. Wir mieten ihn seitlich an und bauen ihn später wieder ein, statt ihn mit dem Unterboden zu vermischen und dann teuer neuen zu kaufen.
- So viel wie möglich vor Ort verwerten. Jeder Kubikmeter, der nicht gefahren wird, ist der günstigste. Modellierung, Wall, Verfüllung des Arbeitsraums.
- Deklaration und Nachweise übernehmen wir. Sie bekommen die Wiegescheine, nicht eine Rechnung mit dem Wort „Entsorgung“ und einer Zahl dahinter.
- Der Preis steht und fällt mit der Analyse. Deshalb steht die Entsorgung bei uns als eigene Position im Angebot — sichtbar, nicht eingepreist.
Der Grund, warum wir diese Seite überhaupt haben
Wir sind Garten- und Landschaftsbauer. Der Aushub ist nicht unser größter Posten — die Außenanlage ist es. Aber wer die Baugrube aushebt, steht zwölf bis achtzehn Monate vor allen anderen auf dem Grundstück und weiß danach Dinge, die kein später hinzugezogener Betrieb mehr herausfinden kann.
- Wo die Leitungen wirklich liegen — nicht wo sie im Plan liegen.
- Wie der Boden aufgebaut ist, in welcher Tiefe er sich ändert und wo Wasser steht.
- Welche Höhen stimmen. Der häufigste teure Fehler in Außenanlagen ist ein Gelände, das nach dem Rohbau nicht mehr zur Türschwelle passt.
- Wo der Arbeitsraum verfüllt wurde und mit welchem Material. Genau dort sackt später die Terrasse, wenn niemand es weiß.
Für Sie heißt das: ein Ansprechpartner vom ersten Spatenstich bis zum fertigen Garten. Keine Schuldzuweisungen zwischen zwei Firmen, wenn das Pflaster sich setzt.
Was wir im Erdbau ausführen
- Baugruben für Keller, Bodenplatte, Fundamente und Nebengebäude
- Baugruben für Behälter — Zisterne, Abwassertank, Rigole, Abscheider
- Leitungs- und Rohrgräben samt Sandbett, Verdichtung und Wiederherstellung
- Bodenaustausch, wenn der anstehende Boden nicht tragfähig ist
- Planum und Verdichtung für Pflaster, Terrasse, Rasen und Zufahrt
- Abtransport und Entsorgung mit Deklaration und Wiegeschein
Häufige Fragen zum Baugrubenaushub
Was kostet es, eine Baugrube auszuheben?
Der Preis hängt an vier Größen: Kubikmeter Aushub, Zugänglichkeit des Grundstücks, Einordnung des Bodens und vor allem der Entsorgung. Unbelasteter Sand ist günstig loszuwerden, bauschutthaltiges oder belastetes Material nicht — zwischen beiden liegt bei derselben Menge ein Vielfaches. Deshalb nennen wir keine Quadratmeterpauschale am Telefon, sondern kommen vorbei und weisen Aushub, Transport und Entsorgung im Angebot getrennt aus.
Ab welcher Tiefe braucht die Baugrube eine Böschung oder einen Verbau?
Nach DIN 4124 dürfen Wände bis 1,25 Meter Tiefe senkrecht bleiben. Bei mindestens steif bindigem Boden sind bis 1,75 Meter möglich, wenn der Bereich oberhalb von 1,25 Metern mit 45 Grad abgeböscht wird. Alles darüber braucht eine geböschte Wand oder einen Verbau. Die Regelwinkel sind 45 Grad bei nichtbindigem, 60 Grad bei mindestens steif bindigem Boden und 80 Grad im Fels. Am oberen Rand bleibt ein Schutzstreifen von mindestens 60 Zentimetern frei.
Wohin geht der Aushub?
Sobald Boden das Grundstück verlässt, ist er rechtlich Abfall. Seit dem 1. August 2023 gilt dafür die Ersatzbaustoffverordnung zusammen mit der neuen Bundes-Bodenschutzverordnung. Vor dem externen Einbau muss Bodenmaterial untersucht werden; die Umlagerung innerhalb derselben Baustelle ist davon ausgenommen. Wir übernehmen Deklaration, Wiegescheine und Nachweise — und verwerten so viel wie möglich vor Ort, weil jeder nicht gefahrene Kubikmeter der günstigste ist.
Kommt ihr auch auf enge Grundstücke?
Ja. Wir haben Minibagger für Hinterhöfe und Reihenhausgärten und größere Maschinen für offene Flächen. Wo gar keine Maschine hinkommt, arbeiten wir von Hand — eine Abwassertank-Baugrube in Potsdam haben wir komplett mit Spaten und Schubkarre ausgehoben, weil die Zufahrt fehlte. Das steht mit Bildern auf unserer Seite zum Abwassertank.
Macht ihr nur den Aushub oder auch das, was danach kommt?
Beides, und genau darin liegt der Unterschied. Die meisten Bauherren beauftragen den Erdbauer, verlieren ihn nach vier Tagen aus den Augen und suchen anderthalb Jahre später wieder jemanden für die Außenanlage — der dann alles zum ersten Mal sieht. Wir kennen dann schon den Boden, die Leitungen, die Höhen und den Grundwasserstand auf Ihrem Grundstück. Das ist kein Verkaufsargument, das ist gesparte Zeit und ein Nachtragsrisiko weniger.
Wie schnell könnt ihr anfangen?
Der Ortstermin ist kostenlos und meistens innerhalb weniger Tage möglich. Der Aushub selbst braucht Vorlauf, weil Leitungsauskunft und gegebenenfalls die Kampfmittelabfrage vorher durch sein müssen. Rufen Sie an, bevor der Rohbauer den Termin setzt — nicht danach.
Termin für den Aushub
Rufen Sie an, bevor der Rohbauer seinen Termin setzt. Leitungsauskunft und Kampfmittelabfrage brauchen Vorlauf — und der ist der häufigste Grund, warum eine Baustelle in der ersten Woche steht statt zu laufen.
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Die genannten Regelwerke sind der Stand bei Erstellung dieser Seite: DIN 4124 in der Fassung 2012-01, DIN 18300 seit der Ausgabe 2015 mit Homogenbereichen, Ersatzbaustoffverordnung und Bundes-Bodenschutzverordnung seit 1. August 2023, Kampfmittelverordnung Brandenburg vom 9. November 2018. Maßgeblich ist immer die im Einzelfall geltende Fassung — wir prüfen sie vor jedem Auftrag.