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Brennholz aus Potsdam und Berlin — aus eigenen Fällungen

Ehrlich vorweg: Wir verkaufen noch kein Brennholz. Wir bauen es gerade auf — aus dem Holz, das bei unseren Fällungen und Rodungen ohnehin anfällt. Diese Seite ist die Vormerkliste. Wer hier steht, hört als Erster davon, wenn der erste Stapel ofenfertig ist.

Fällgreifer am Bagger schneidet einen Stamm auf der Baustelle ab
Hier entsteht das Material: Bei jeder Fällung und Rodung fällt Stammholz an. Bisher geht es in die Verwertung — künftig soll daraus Kaminholz werden.

Warum ein Landschaftsbaubetrieb Brennholz anbietet

Wir fällen Bäume — nach Fällgenehmigung, nach Sturmschaden, bei Rodungen für den Neubau, beim Auslichten alter Obstgärten. Das Holz landet danach im Häcksler oder in der Verwertung. Das ist ein Rohstoff, der uns heute Geld kostet, statt welches einzubringen.

Genau da setzen wir an. Wir importieren nichts, wir kaufen keine Container aus Osteuropa zu. Was wir anbieten würden, wäre Holz aus Potsdam, Berlin und dem Havelland — von Bäumen, die vielleicht drei Straßen weiter standen. Das hat einen Vorteil und einen Nachteil, und wir nennen beide:

Was uns noch fehlt — und warum wir deshalb fragen

Brennholz ist kein Geschäft, das man am Montag beschließt und am Dienstag anbietet. Zwischen dem Fällen und dem ofenfertigen Scheit liegen bei Buche zwei, bei Eiche drei Jahre Trocknung. Dazu kommen Spaltautomat, überdachter Lagerplatz und die Frage, ob wir in Raummetern oder in Schüttraummetern verkaufen.

Bevor wir dafür Geld in die Hand nehmen, wollen wir wissen, ob es überhaupt jemand will — und in welcher Form. Deshalb steht auf dieser Seite kein Preis, sondern ein Formular. Ihre Angaben entscheiden mit, was wir aufbauen.

Diese Holzarten fallen bei uns an

Die Heizwerte gelten für lufttrockenes Holz je Raummeter und stammen aus forstwirtschaftlichen Standardtabellen. Sie sind Anhaltswerte, keine Zusicherung — der tatsächliche Wert hängt an der Restfeuchte.

HolzartkWh je Raummeter TrocknungWofür es taugt
Buche 2.100 2 Jahre Das Standard-Kaminholz. Ruhige, lange Glut, wenig Funkenflug. Fault bei schlechter Lagerung schnell — Buche verzeiht keinen Bodenkontakt.
Eiche 2.100 3 Jahre Gleicher Heizwert wie Buche, aber die längste Trocknung: Die Gerbsäure muss erst heraus. Sehr lange Glut, ideal zum Nachlegen am Abend.
Esche 2.100 2 Jahre Brennt sehr sauber und lässt sich leicht spalten. Fällt bei uns oft an, weil das Eschentriebsterben viele Bäume zu Fallobst macht.
Birke 1.900 1 bis 1,5 Jahre Angenehmer Geruch, helle Flamme, gut zum Anheizen. Die Rinde ist wasserdicht — sie muss beim Stapeln angeritzt oder aufgespalten werden, sonst trocknet nichts.
Obstholz ≈ 2.000 2 Jahre Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume aus Obstbaumschnitt und Rodung. Krumm, aufwendig zu spalten, dafür der beste Geruch im Kamin.
Fichte / Kiefer 1.600 1 Jahr Trocknet am schnellsten und heizt am schwächsten. Funkt stark — offener Kamin ist damit keine gute Idee. Als Anzündholz erste Wahl.

Zum Vergleich: Ein Raummeter Buche mit rund 2.100 kWh ersetzt in der Wärmemenge etwa 210 Liter Heizöl oder 210 Kubikmeter Erdgas. Wie viel davon im Raum ankommt, entscheidet allerdings der Ofen: Ein offener Kamin bringt einen Bruchteil davon, ein moderner Kaminofen den Großteil.

Gefällter Baumstamm mit freigelegtem Stubben auf einem Abbruchgrundstück
Stammholz aus einer Rodung. Buche und Eiche in dieser Stärke sind das beste Kaminholz — sie brauchen nur Zeit.

Festmeter, Raummeter, Schüttraummeter — der Punkt, an dem die meisten zu viel zahlen

Wer Brennholzangebote vergleicht, vergleicht fast immer Äpfel mit Birnen. Drei Einheiten sind im Umlauf, und sie unterscheiden sich um mehr als das Doppelte:

Festmeter (fm) Ein Kubikmeter reines Holz, ohne jeden Zwischenraum. Die Einheit der Forstwirtschaft. Im Endkundenhandel praktisch nie zu sehen — wer sie doch nennt, meint die größte Menge.
Raummeter (rm), auch Ster Ein Kubikmeter ordentlich gestapeltes Scheitholz: Holz plus Luft dazwischen. Die übliche Einheit für Kaminholz.

1 rm ≈ 0,7 fm
Schüttraummeter (srm) Ein Kubikmeter lose geschüttet, wie er aus dem Kipper kommt. Am meisten Luft, am wenigsten Holz — und die Einheit, in der Angebote am günstigsten aussehen.

1 srm ≈ 0,4 bis 0,5 fm ≈ 0,6 bis 0,7 rm

Die Faustzahl zum Merken: 1 Festmeter ≈ 1,4 Raummeter ≈ 2 bis 2,3 Schüttraummeter. Ein Angebot „80 € je Schüttraummeter“ ist damit teurer als „110 € je Raummeter“, obwohl die Zahl kleiner aussieht. Wenn wir anfangen zu verkaufen, nennen wir immer beide Einheiten nebeneinander.

Was das Gesetz verlangt

Für Feuerungsanlagen im Haus gilt die Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, kurz 1. BImSchV. Naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde steht dort in § 3 Absatz 1 Nummer 4, und Absatz 3 setzt die Grenze:

„ihr Feuchtegehalt unter 25 Prozent bezogen auf das Trocken- oder Darrgewicht des Brennstoffs liegt“1. BImSchV, § 3 Absatz 3

Diese 25 Prozent sind der Wert, den ein Holzfeuchte-Messgerät anzeigt, denn die Geräte rechnen üblicherweise auf das Trockengewicht. Bezogen auf das Gesamtgewicht entspricht das rund 20 Prozent Wasser — beide Zahlen meinen dasselbe Holz, deshalb stiften sie in Prospekten regelmäßig Verwirrung. Ordentlich abgelagertes Scheitholz liegt bei 15 bis 20 Prozent auf dem Messgerät.

Gemessen wird nicht außen, sondern an der frischen Spaltfläche in der Mitte des Scheits. Ein Scheit, das außen trocken ist und innen 30 Prozent hat, verbrennt schlecht, rußt die Scheibe zu und setzt den Schornstein zu. Der Schornsteinfeger darf das im Rahmen der Feuerstättenschau kontrollieren.

Richtig lagern — das kostet nichts und entscheidet alles

  1. Früh spalten. Gespaltenes Holz trocknet um ein Vielfaches schneller als ein Rundling, weil das Wasser über die offene Faser entweicht. Rinde ist eine Sperrschicht — bei Birke sogar eine wasserdichte.
  2. Sonne und Wind. Süd- oder Westseite, freistehend, nicht in die schattige Nordecke hinter den Schuppen. Wind trocknet mehr als Wärme.
  3. Aufbocken. Mindestens zehn Zentimeter Luft nach unten, zum Beispiel auf Paletten, und rund zehn Zentimeter Abstand zur Hauswand. Bodenkontakt heißt Feuchtigkeit von unten und Fäulnis — besonders bei Buche.
  4. Nur oben abdecken. Ein Dach gegen Regen, die Seiten bleiben offen. Wer den Stapel in Folie einpackt, baut eine Sauna: Das Wasser kommt nicht heraus, und das Holz schimmelt statt zu trocknen.
  5. Vor dem Verheizen nachmessen. Ein Messgerät kostet unter 30 Euro und beantwortet die Frage in fünf Sekunden — an der frisch gespaltenen Fläche.
Gerodete Fläche mit gefällten Bäumen und aufgeschichtetem Stammholz
Nach einer Rodung: Genau dieses Material wollen wir künftig aufarbeiten, statt es zu entsorgen.

Auf die Vormerkliste

Kein Kauf, keine Anzahlung, keine Verpflichtung. Sie sagen uns, was Sie brauchen — wir melden uns, sobald wir liefern können, und Sie entscheiden dann. Wenn sich zu wenige melden, bauen wir es nicht auf und Sie hören nichts mehr von uns. Auch das ist ein ehrliches Ergebnis.

Häufige Fragen

Kann ich heute schon Brennholz bei Ihnen kaufen?

Nein. Wir bauen den Brennholzverkauf gerade erst auf und haben noch keine Preisliste und kein festes Lager. Diese Seite ist eine Vormerkliste: Sie tragen ein, was Sie ungefähr brauchen, und bekommen als Erster Bescheid, sobald wir liefern können. Das kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

Woher kommt das Holz?

Aus unseren eigenen Arbeiten in Potsdam, Berlin und dem Umland — Baumfällungen, Rodungen, Obstbaumschnitt, Verkehrssicherung. Das ist Holz, das ohnehin anfällt und heute in die Verwertung geht. Kein Import, keine Container aus Osteuropa: Was wir anbieten, ist gewachsen, wo Sie wohnen. Dafür sind wir auch nicht beliebig lieferfähig — es kommt, was der Auftrag hergibt.

Wie feucht darf Brennholz sein?

Die 1. BImSchV lässt in § 3 Absatz 3 für naturbelassenes stückiges Holz einen Feuchtegehalt unter 25 Prozent zu, bezogen auf das Trocken- oder Darrgewicht. Das entspricht rund 20 Prozent Wassergehalt am Gesamtgewicht. Übliche Holzfeuchte-Messgeräte zeigen den Wert bezogen auf das Trockengewicht an — auf dem Gerät müssen also weniger als 25 Prozent stehen. Gut abgelagertes Scheitholz liegt bei 15 bis 20 Prozent.

Was ist der Unterschied zwischen Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter?

Ein Festmeter ist ein Kubikmeter reines Holz ohne Luft. Ein Raummeter — auch Ster genannt — ist ein Kubikmeter ordentlich gestapeltes Scheitholz, also Holz plus Zwischenräume. Ein Schüttraummeter ist ein Kubikmeter lose geschüttetes Holz mit dem meisten Luftanteil. Als Faustzahl: 1 Festmeter ≈ 1,4 Raummeter ≈ 2 bis 2,3 Schüttraummeter. Wer Angebote vergleicht, muss zuerst auf die Einheit schauen — sonst vergleicht er Preise, die sich um mehr als das Doppelte unterscheiden.

Wie lange muss Brennholz trocknen?

Nadelholz etwa ein Jahr, Birke ein bis anderthalb, Buche und Esche zwei, Eiche drei Jahre. Entscheidend ist nicht die Zeit allein, sondern die Lagerung: früh gespalten, sonnig und windig aufgestellt, mindestens zehn Zentimeter über dem Boden aufgebockt, mit Abstand zur Wand und nur oben abgedeckt. Holz, das seitlich in Folie eingepackt ist, trocknet nicht — es schimmelt.

Nehmen Sie auch mein eigenes Holz zum Aufarbeiten?

Das ist eine der Fragen, die wir mit dieser Liste klären wollen. Wenn nach einer Fällung im eigenen Garten Stammholz liegt, ist Sägen, Spalten und Stapeln eine klar abgrenzbare Arbeit, die wir ohnehin können. Ob wir sie anbieten, hängt davon ab, wie viele Leute danach fragen. Schreiben Sie es in die Nachricht, wenn das Ihr Fall ist.

Warum verkaufen Sie noch nichts, statt einfach anzufangen?

Weil ordentliches Brennholz zwei bis drei Jahre Vorlauf hat. Wer heute Holz spaltet, verkauft es frühestens übernächsten Winter — alles andere ist nasses Holz mit trockener Rechnung. Wir sagen lieber ehrlich, dass wir noch nicht so weit sind, als Ihnen etwas zu verkaufen, das in Ihrem Ofen qualmt.

Bis dahin: Was wir heute schon machen

Wenn bei Ihnen ein Baum weg muss oder eine Fläche gerodet werden soll — das ist unser Tagesgeschäft, inklusive Fällgenehmigung, Schonzeit und Entsorgung.

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Fachliche Grundlagen dieser Seite: 1. BImSchV § 3 (Feuchtegrenzwert), forstwirtschaftliche Umrechnungs- und Heizwerttabellen sowie forstliche Empfehlungen zur Trocknungsdauer. Alle Werte sind Anhaltswerte für lufttrockenes Holz.