Schraubfundamente setzen — eingedreht statt einbetoniert
Ein Stahlrohr mit Gewindewendel, feuerverzinkt, wird in den Boden gedreht. Kein Aushub, kein Beton, keine Abbindezeit. Nach ein paar Minuten steht das Fundament und trägt — und wenn das Bauwerk irgendwann weichen soll, wird es wieder herausgedreht.
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Was ein Schraubfundament ist
Ein Rohr aus feuerverzinktem Stahl mit einer Wendel am unteren Ende. Es wird maschinell in den gewachsenen Boden gedreht, bis die Wendel in tragfähiger Schicht sitzt. Oben schließt eine Kopfplatte an, auf die die Unterkonstruktion geschraubt wird — Holz für Gartenhaus und Terrasse, Stahl für Carport und Pfosten.
Der Kern ist die Wendel. Sie zieht das Rohr beim Drehen selbst nach unten und verspannt sich mit dem umgebenden Boden. Deshalb trägt das Fundament nicht nur nach unten, sondern hält auch gegen Zug — was bei einem Carport unter Windlast keine Nebensache ist.
Wofür wir sie setzen
- Gartenhaus, Geräteschuppen, Sauna — der häufigste Fall. Vier bis zwölf Punkte, je nach Grundfläche und Bodenaufbau.
- Carport und Terrassenüberdachung — hier zählt die Zugfestigkeit gegen Windsog.
- Terrassenunterkonstruktion — besonders am Hang, wo eine Betonplatte einen halben Garten Aushub bedeuten würde. Wie der Aufbau darüber aussieht, steht unter Terrassen-Unterbau.
- Zaunpfosten und Tore — als Alternative zum Betonfundament, wenn es schnell gehen muss oder der Zaun später wieder verschwinden soll. Alles zum Thema unter Zaunbau in Potsdam.
- Pavillon, Spielgerät, Hochbeet, Solarunterkonstruktion — überall dort, wo ein Punktfundament reicht.
Was es kostet
Hier gibt es ausnahmsweise eine Zahl, weil sie sich nennen lässt: 267,75 € je Stück inklusive Mehrwertsteuer (225,00 € netto für Gewerbekunden). Darin enthalten sind das Fundament selbst, das Eindrehen bis einen Meter Tiefe und das lot- und höhengerechte Ausrichten — Material und Maschineneinsatz zusammen.
Was diese Zahl nicht sagt, ist Ihr Gesamtpreis. Den bestimmt die Stückzahl, und die hängt an Größe, Gewicht und Raster des Bauwerks. Vier Punkte unter einem Geräteschuppen sind etwas anderes als zwölf unter einem Doppelcarport. Deshalb: Aufmaß, dann Festpreis.
Beton oder Schraube — die ehrliche Gegenüberstellung
Wir setzen beides und verkaufen deshalb nicht das eine gegen das andere.
Wofür das Schraubfundament besser ist
Zeit. Eingedreht und belastbar am selben Tag. Kein Warten aufs Abbinden.
Kein Aushub. Kein Boden, der abgefahren und entsorgt werden muss — bei
belastetem Boden ein erheblicher Kostenblock.
Rückbaubar. Herausdrehen statt aufstemmen. Für Pachtland und Kleingärten oft
das ausschlaggebende Argument.
Wenig Schaden ringsum. Kein Bagger auf der Rasenfläche, keine aufgerissene
Zuwegung.
Wofür der Beton besser ist
Schwere Bauwerke. Gemauertes, Massives, alles mit hoher Auflast.
Schwieriger Untergrund. Fels, Bauschutt oder alte Fundamente lassen sich
nicht durchdrehen.
Flächige Lasten. Wo keine Punkte, sondern ein Streifen oder eine Platte
gebraucht wird.
Was in Ihrem Fall richtig ist, entscheidet der Boden — und den sehen wir beim Ortstermin. Wenn wir beim ersten Fundament merken, dass es nicht geht, sagen wir es, bevor die Rechnung wächst. Der Erdbau ist bei uns keine zugekaufte Leistung, sondern die Grundlage.
Wie ein Termin abläuft
- Aufmaß, kostenlos. Wir sehen uns die Fläche an, klären, was daraufkommt, und legen Raster und Stückzahl fest.
- Leitungsauskunft. Vor jedem Erdbau, auch vor einem Fundament. Was unter der Wiese liegt, weiß niemand von oben.
- Festpreisangebot mit Stückzahl, Tiefe und Ausführungsfenster.
- Ausführung. Schnurgerüst, Höhen abstecken, eindrehen, ausrichten. Danach Fotoprotokoll.
Häufige Fragen
Was kostet ein Schraubfundament?
Bei uns 267,75 € je Stück inklusive Mehrwertsteuer (225,00 € netto) — eingedreht bis einen Meter Tiefe, lot- und höhengerecht ausgerichtet, Material und Maschineneinsatz inbegriffen. Wie viele Stück Sie brauchen, hängt an Größe und Aufbau des Bauwerks und wird beim kostenlosen Aufmaß festgelegt. Danach ist es ein Festpreis.
Ist ein Schraubfundament so tragfähig wie Beton?
Für das, wofür es hier eingesetzt wird — Gartenhaus, Carport, Terrassenunterkonstruktion, Zaunpfosten, Pavillon —, ja. Die Tragfähigkeit kommt nicht aus dem Fundament allein, sondern aus dem Boden, in dem es steckt. Deshalb nennen wir keine Kilonewton auf einer Website: In sandigem Brandenburger Boden trägt dasselbe Fundament anders als in Lehm oder in einer Auffüllung. Was Ihr Untergrund hergibt, sehen wir beim Eindrehen des ersten Fundaments.
Warum kein Beton?
Beton bedeutet: Löcher ausheben, Aushub abfahren, Beton anliefern oder mischen, einbringen, ausrichten und dann warten. Das Warten ist der eigentliche Posten — vor dem Abbinden trägt nichts. Ein Schraubfundament wird eingedreht und ist danach belastbar. Auf einer Baustelle, auf der am selben Tag weitergebaut werden soll, entscheidet das über einen ganzen Arbeitstag.
Kann man Schraubfundamente wieder entfernen?
Ja, und das ist ihr zweiter Vorteil. Sie werden herausgedreht, nicht ausgestemmt. Zurück bleibt ein Loch, kein Betonklotz. Für Pachtgrundstücke, Kleingärten und alles, was nur eine Zeit lang stehen soll, ist das der entscheidende Unterschied — auch gegenüber dem Pächter oder dem Verein, der die Fläche irgendwann zurückhaben will.
Wie tief muss ein Fundament in den Boden?
Frostfrei. In unserer Region wird dafür mit rund 80 Zentimetern gerechnet: Was flacher steht, wird vom Frost gehoben und im Frühjahr nicht wieder auf die alte Höhe abgesetzt. Deshalb kalkulieren wir bis einen Meter Eindrehtiefe. Wer ein Gartenhaus auf Gehwegplatten stellt, hat kein Fundament, sondern eine Verabredung mit dem nächsten Winter.
Wann ist ein Schraubfundament die falsche Wahl?
Wenn der Boden es nicht hergibt. Fels, dichter Bauschutt oder alte Fundamente stoppen das Eindrehen; sehr weicher, wassergesättigter Boden trägt zu wenig. Auch bei schweren, gemauerten Bauwerken bleibt es beim klassischen Fundament. Und über Leitungen wird nichts eingedreht — vorher kommt die Leitungsauskunft, wie bei jedem Erdbau.
Setzen Sie auch Fundamente, ohne das Bauwerk zu bauen?
Ja. Das ist sogar der häufigste Fall: Wir bereiten den Untergrund vor und setzen die Fundamente lot- und höhengerecht, den Aufbau übernimmt der Zimmerer oder der Kunde selbst. Wichtig ist nur, dass wir vorher wissen, welches Bauwerk daraufkommt — Kopfplatte und Raster richten sich danach.
Ortstermin vereinbaren
Sagen Sie uns, was daraufkommen soll — Gartenhaus, Carport, Terrasse oder Zaun — und wo es steht. Besichtigung und Aufmaß sind kostenlos, danach bekommen Sie einen Festpreis mit Stückzahl und Termin.
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