Was kostet es, einen Garten neu anzulegen?
Die Frage wird fast immer mit der Fläche gestellt — 300 Quadratmeter, 400 Quadratmeter. Die Quadratmeterzahl ist aber der schwächste Hinweis auf den Preis, den es gibt. Entscheidend ist, wie viel davon befestigt wird: Zwischen einem Quadratmeter Rasen und einem Quadratmeter Terrasse liegt ein Vielfaches.
Deshalb steht hier keine Spanne, sondern etwas Nützlicheres: die Reihenfolge. Sie entscheidet darüber, ob Sie Flächen einmal oder zweimal bezahlen — und sie ist der Grund, warum ein Garten in Etappen kein Kompromiss sein muss.
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Warum ein Quadratmeterpreis hier noch weniger taugt als sonst
Bei einer Terrasse kann man wenigstens noch über eine Spanne streiten. Bei einem ganzen Garten ist der Quadratmeterpreis eine Zahl ohne Gegenstand: Er hängt vollständig davon ab, wie sich die Fläche aufteilt.
Zwei Grundstücke mit je 400 Quadratmetern — eines wird zu 90 Prozent Rasen mit Hecke, das andere bekommt Terrasse, Zufahrt, Stellplatz, Zaun und Bewässerung. Beide Angebote sind richtig, und sie liegen um ein Mehrfaches auseinander. Wer eine Spanne nennt, mittelt über beide und trifft keinen von beiden.
Der brauchbare Weg ist umgekehrt: die Fläche in ihre Teile zerlegen und jeden Teil einzeln rechnen. Danach sehen Sie schwarz auf weiß, welcher Wunsch welchen Anteil an der Summe hat — und welchen Sie streichen würden, wenn Sie müssten.
Die Reihenfolge, die Geld spart
Von unten nach oben, von hinten nach vorn. Die Spalte rechts sagt, was sich ohne Nachteil auf eine spätere Etappe schieben lässt — und was nicht, weil es sonst zweimal bezahlt wird.
1Leitungen, Leerrohre, Entwässerung muss zuerst
Wasser, Strom, Bewässerungsleitungen, Leerrohre für Licht und Tor, Regenwasser und Versickerung. Alles, was später unter einer Terrasse oder einem Weg liegt, gehört in diese Etappe — auch das, was man erst in fünf Jahren einbauen will. Ein Leerrohr kostet jetzt wenig; dieselbe Leitung nachträglich kostet die Fläche darüber gleich mit.
2Höhen und Erdbau muss zuerst
Modellierung, Abtrag, Auftrag, Böschungen, Stützmauern. Die Höhen entscheiden darüber, wohin das Wasser läuft, und sie lassen sich später kaum noch ändern, ohne alles Gebaute anzufassen. Erdbau rechnen wir nach Kubikmetern ab, nicht nach Bauchgefühl.
3Befestigte Flächen kann warten
Terrasse, Wege, Zufahrt, Stellplatz. Der teuerste Block je Quadratmeter und derjenige, der den Gesamtpreis am stärksten bewegt — nicht wegen des Belags, sondern wegen des Unterbaus. Verschieben geht, solange die Leitungen darunter schon liegen.
4Einfassungen und Kanten kann warten
Randsteine, Rasenkanten, Palisaden. Klingt nach Kleinkram und ist der Grund, warum eine Fläche zwanzig Jahre gerade bleibt statt fünf. Gehört unmittelbar zur befestigten Fläche und nicht in eine spätere Etappe.
5Bäume und Gehölze kann warten
Bäume zuerst, dann Sträucher, dann Stauden — die großen Pflanzen brauchen Zufahrt und Platz zum Setzen. Wer den Rasen vorher legt, fährt ihn beim Pflanzen kaputt. Pflanzzeiten liegen im Frühjahr und im Herbst; Containerware geht fast ganzjährig.
6Beete, Stauden, Mulch kann warten
Die Etappe mit dem größten Gestaltungseffekt je Euro. Sie lässt sich problemlos über mehrere Jahre strecken, ohne dass etwas zweimal gemacht werden muss — und sie ist der Teil, bei dem Eigenleistung am meisten bringt.
7Rasen kann warten
Zuletzt, immer. Rollrasen liegt in einem Tag, Saat braucht Wochen. Beides verträgt keinen Baustellenverkehr, deshalb steht es am Ende der Liste — und deshalb ist es die Position, die man ohne Nachteil ans Ende des Budgets schiebt.
Was der Preis wirklich macht
Wenn Sie an einer Stelle sparen wollen, hilft diese Rangfolge mehr als jede Spanne:
- Der Anteil befestigter Fläche. Der größte Hebel überhaupt. Zehn Quadratmeter Terrasse weniger bewegen mehr als jede Materialentscheidung.
- Der Erdbau. Aushub, Abfuhr, Entsorgung, Auftrag. Wird nach Kubikmetern bezahlt und ist bei Höhenunterschieden der stille Hauptposten.
- Die Zugänglichkeit. Ob die Maschine bis an die Fläche kommt oder alles mit der Schubkarre geht, ist ein Faktor auf die gesamte Arbeitszeit.
- Pflanzengrößen. Dieselbe Art in einer Größe kleiner kostet deutlich weniger und hat den Rückstand in wenigen Jahren aufgeholt.
- Rasen: Rollrasen oder Saat. Derselbe Rasen, ein Tag gegen mehrere Wochen — und ein spürbarer Unterschied im Preis.
- Der Belag. Steht bewusst weit unten. Er ist sichtbar, aber selten der größte Posten.
Was Sie beim ersten Mal miterledigen sollten
Diese Dinge kosten in der offenen Baustelle wenig und später ein Vielfaches, weil die fertige Fläche darüber wieder aufgenommen werden muss:
- Leerrohre für Gartenlicht, Tor, Kamera, Ladepunkt — auch ohne konkreten Plan.
- Wasseranschluss im hinteren Gartenteil und, falls je gewünscht, die Hauptleitung einer automatischen Bewässerung.
- Entwässerung: Wohin das Wasser von Dach und Flächen läuft, und ob es versickert werden muss.
- Fundamente für alles, was später kommen soll — Zaunpfosten, Gerätehaus, Pergola.
Die Zahlen, die wir veröffentlichen
Aufmaß und Beratung sind kostenlos. Was sich ohne Ortstermin seriös nennen lässt, sind die Sätze, mit denen gerechnet wird — sie stehen vollständig in unserer Preisliste, zusammen mit Pflanzen- und Lieferpreisen.
Dazu kommt einmal je Auftrag die Baustelleneinrichtung, gestaffelt von 150 € bis 500 € netto je nach Auftragssumme. Das ist auch der Grund, warum sich ein zusammenhängender Auftrag rechnet und drei kleine Einzelaufträge nicht: Die Anfahrt fällt dreimal an.
Rechnen Sie Ihre Aufteilung durch
Der Konfigurator hat Module für Terrasse, Wege, Zufahrt, Rasen, Hecke, Beet, Zaun, Bewässerung und Entsorgung. Sie geben ein, wie viel wovon — heraus kommt ein Angebots-Entwurf mit Einzelpositionen und Mengen zum Ausdrucken.
Ein Balkendiagramm zeigt dabei, welcher Posten die Summe treibt. Genau das ist die Auskunft, die man für die Etappenplanung braucht.
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- Planung und Umsetzung aus einer Hand — wie ein Projekt bei uns abläuft.
- Rollrasen und pflegeleichte Beete — die beiden Etappen, die man gut verschieben kann.
- Preisliste — Stundensätze, Pflanzen, Lieferung, Rechner.
Häufige Fragen
Was kostet es, einen Garten neu anzulegen?
Das hängt weniger an der Größe als daran, wie viel davon befestigt wird. Ein Quadratmeter Rasen und ein Quadratmeter Terrasse unterscheiden sich um ein Vielfaches. Zwei gleich große Gärten können deshalb weit auseinanderliegen, ohne dass einer davon zu teuer wäre. Sinnvoll ist es, nicht nach einem Quadratmeterpreis zu fragen, sondern die Fläche in ihre Teile zu zerlegen — und genau dafür gibt es hier einen Rechner.
Was kostet ein Garten mit 300 oder 400 Quadratmetern?
Diese Frage lässt sich ohne die Aufteilung nicht beantworten. 300 Quadratmeter Rasen mit einer kleinen Sitzfläche und 300 Quadratmeter mit Terrasse, Zufahrt, Zaun und Bewässerung sind zwei völlig verschiedene Aufträge. Was wir Ihnen anbieten können: die Fläche im Konfigurator in ihre Teile zerlegen und jede davon einzeln rechnen. Danach wissen Sie, welcher Wunsch welchen Anteil hat.
In welcher Reihenfolge sollte man vorgehen?
Immer von unten nach oben und von hinten nach vorn. Zuerst alles, was in den Boden gehört — Leitungen, Entwässerung, Bewässerung, Fundamente. Dann die Höhen und der Erdbau, dann die befestigten Flächen, dann Pflanzung, zuletzt der Rasen. Wer diese Reihenfolge umdreht, bezahlt Flächen zweimal: einmal beim Bauen und einmal beim Wiederaufreißen.
Kann man einen Garten in Etappen bauen?
Ja, und oft ist es die vernünftigste Entscheidung. Wichtig ist nur, dass in der ersten Etappe alles erledigt wird, was später unter einer fertigen Fläche läge — Leerrohre, Wasser, Strom, Entwässerung. Diese Dinge kosten beim ersten Mal wenig und beim zweiten Mal die halbe Baustelle. Was man dagegen problemlos verschieben kann, sind Pflanzung, Rasen, Zaun und alles Oberirdische.
Was kostet eine Gartenplanung?
Aufmaß und Beratung vor Ort sind bei uns kostenlos, weil daraus das Angebot entsteht. Eine ausgearbeitete Planung mit Entwurf und Pflanzplan ist eine eigene Leistung und wird nach Aufwand berechnet — die Regiesätze stehen in unserer Preisliste. Ob sich das lohnt, hängt vom Vorhaben ab: Bei einem Rasen mit Hecke eher nicht, bei einem Grundstück mit Höhenunterschieden und mehreren Gewerken fast immer.
Woran erkenne ich ein unseriöses Angebot?
An Pauschalen ohne Mengen. Steht dort „Gartenanlage komplett" mit einer Summe, können Sie nichts vergleichen und nichts nachprüfen. Ein belastbares Angebot nennt für jede Position eine Menge und eine Einheit — Kubikmeter Aushub, Quadratmeter Fläche, laufende Meter Kante, Stück Pflanzen. Dann sehen Sie auch, welcher Wunsch wie viel kostet, und können gezielt streichen.
Kann ich einen Teil selbst machen?
Ja. Am meisten bringt Eigenleistung dort, wo viel Zeit und wenig Fachwissen steckt: alten Belag aufnehmen, Aushub abfahren, Pflanzen selbst besorgen, am Ende wässern. Wovon wir abraten, ist alles Tragende und alles unter der Erde — Unterbau, Verdichtung, Entwässerung. Dafür haften wir nur, wenn wir es gebaut haben, und die Reparatur kostet mehr als die Ausführung.
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Wir kommen vorbei, sehen uns das Grundstück an und rechnen daraus einen Festpreis. Erst wenn Sie den annehmen, entstehen Kosten. Wir arbeiten in Potsdam, Berlin und Brandenburg.